Samstag, 19. Mai 2012

„Magg’s ’n Müülken?“Montag, 20. Februar 2012

Die Praline als herzlicher Willkommensgruß, in diesem Fall von Antonia: Ein Küsschen oder „Magg’s ’n Müülken“? Foto Nitsche

HERBERN. „Magg’s ’n Müülken?“ Bitte, was? Na, ein Müülken eben. Es ist ein Name, der ab sofort in aller Munde ist. Einer, der leckeren Schokogenuss mit herzhaftem Pumpernickel verbindet und sogar schon für eine eigene Marke steht. Denn schließlich ist die von der Herberner Bäckerei Röwekamp kreierte Pumpernickel-Praline nicht mehr länger namenlos.

Unter 348 Einsendungen wählte die Jury - bestehend aus Carlo und Judith Röwekamp, Dr. Bert Risthaus, Melanie Wiebusch, Doris Hülk, Thomas Ritz und Hubert Streyl - diesen vom Davensberger Michael Patzelt eingereichten Vorschlag aus.
„Und das war gar nicht so einfach“, verriet Bürgermeister Risthaus bei der Preisverleihung im Hotel Wolfsjäger. Die Palette an kreativen Ideen reichte von traditionell über witzig bis hin zu modern. „Ascheberger App“, „Aschenbrödel“ oder „Westfalenkugel“ nannte der erste Bürger der Gemeinde einige Beispiele.

Doch diese Namen wären nicht geeignet gewesen, um sie als Marke patentieren zu lassen. „Da gibt es genaue Vorgaben“, so Risthaus. Die gute Nachricht: „Müülken“ ist ein einzigartiger Name, selbst im Internet ist er nicht zu finden, aber beim Patentamt wurde er anerkannt.
Ein Name, der Michael Patzelt irgendwie spontan einfiel. Es war die Zeit des Plattdeutschen Theaters und Plattdeutsch steht für die hiesige Region.
„Die Verniedlichungsform von Muul (Maul) bedeutet liebevoll Kussmund“, erläuterte Patzelt seine ersten Gedankengänge. Denenfügte er gleich eine komplette Werbestrategie hinzu, die für einen herzlichen Willkommensgruß steht. Auch die Idee „PrAsché“ vom Ascheberger Rainer Hattrup gefiel und landete auf Platz zwei. Auf Platz drei schaffte es der Vorschlag des Davensbergers Christian Eickholt: „Schwarze Westfälin“.

Ungewöhnliche Post erhielt die Kommission aus Herbern. Denn auch Alfred Brochtrop beteiligte sich am Preisausschreiben und schrieb dazu gleich eine ganze Geschichte. „Wie der ‚Herberner Golfballtrüffel‘ seinen Namen bekam.“ „Das kam so gut an, dass wir kurzerhand einen Kreativpreis ausgelobt haben“, lachte Melanie Wiebusch von Ascheberg Marketing.

Während sich Sieger Michael Patzelt über einen 50-Euro- Gutschein, gestiftet von Herbern Parat, freuen durfte, konnte Rainer Hattrup eine „Ascheberger Tasche“ mit nach Hause nehmen und Christian Eickholt einen „Frühstückskorb“. Brochtrop erhielt ein Frühstücksbrett, garniert mit, wie könnte es anders sein, lauter „Müülken“, die nicht nur in Hiärbn, sondern auch in Askebiärg und Darmich erhältlich sind.

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Beitrag von: Tina Nitsche
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