Samstag, 19. Mai 2012

Pferde Egon, Prinz und Loki stärken KinderMontag, 30. Januar 2012

Egon, ein sogenanntes schweres Warmblut, ist eines von drei Therapiepferden, die auf dem Bauernhof St. Georg für das therapeutische Reiten eingesetzt werden. Das Projekt, das unter anderen die Burgschule nutzt, stellten die Verantwortlichen vor. Foto Nitsche

ASCHEBERG. Geduldig steht Egon da, die Ohren gespitzt, so als verfolge er aufmerksam das Geschehen. Das schwarze Warmblut strahlt Gelassenheit aus. Beste Voraussetzungen für sein neues Arbeitsgebiet.

Der 15-jährige Moritzburger Wallach ist eines von insgesamt drei Pferden, die ab sofort als Therapiepferde auf dem Bauernhof des Sozialwerkes St. Georg Dienst tun. Hier nämlich ist eine neue Reithalle fertig geworden, die ein neues Projekt ermöglicht: die Reittherapie.

Ermöglicht wird dieses Angebot dank einiger Sponsoren, zu denen die Volksbank Ascheberg-Herbern, die Sparkasse Westmünsterland, die RWE, das Kuratorium für therapeutisches Reiten sowie der Landessportbund NRW zählen. „Und auch Theo Bonkhoff“, verrät Jörg Stratmann, Fachleiter auf dem Bauernhof St. Georg und zugleich Reitlehrer. Denn Bonkhoff stellte die drei Pferde Egon, Prinz und Loki zur Verfügung.

Ein Trio, das durch Erfahrung besticht, aber auch durch Gelassenheit, Größe und Stärke. „Ein Pferd vereint mehrere Komponenten, so strahlt es beispielsweise Wärme aus, aber auch das Gefühl: Es kann mich tragen“, so Stratmann.

Eine Gruppe von Burg-Schülern wird ab dem kommenden Schulhalbjahr in den Genuss der heilpädagogischen Förderung mit den Pferden kommen. „Wir wollen die Kinder mit Pferden stärken“, erläutert Barbara Schütt, Reittherapeutin und Lehrkraft an der Burgschule.
So sollen die Kinder dadurch nicht nur lernen, Vertrauen zu fassen und den Glauben an sich selbst zu finden, sondern auch Verantwortung zu übernehmen und Rücksichtnahme zu üben. „Das therapeutische Reiten umfasst gleich mehrere Säulen, denn neben den Impulsen für die emotionale Entwicklung werden weiterhin die Motorik und die Körperbeherrschung geschult, aber auch der Teamgeist und die Kommunikation gefördert“, so Schütt. Natürlich ist dieses Angebot nicht nur auf die Schüler der Burgschule beschränkt.

Eine, die es wissen muss, ist Verena Schomaker von der schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Coesfeld. Sie kennt ähnliche Projekte unter anderen in Münster und würde es begrüßen, wenn sich auch andere Schulen für das Projekt Reittherapie begeistern könnten. Schulen können sich gerne mit ihr unter der Telefonnummer 0 25 94 / 94 36 40 62 in Verbindung setzen.

Kindergärten, die Interesse an diesem Angebot haben, können sich bei Elisabeth Spörk, der Einrichtungsleiterin des Bauernhofes St. Georg Ascheberg, unter Telefon 0 25 93 / 9 57 30 informieren.

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Beitrag von: Tina Nitsche
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