Samstag, 19. Mai 2012

Willkommene UnterstützungDonnerstag, 16. Februar 2012

Zunächst in diesem und voraussichtlich im nächsten Jahr kommen die zusätzlichen Mittel Schülern mit Förderbedarf zugute. Foto pd

LÜDINGHAUSEN. Auch in den Lüdinghauser Schulen ist das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes angekommen. In der zweiten Januarwoche konnten Pädagogen und Sozialarbeiter dadurch ihre unterstützende Tätigkeit aufnehmen. Bereits jetzt begrüßen die Beteiligten die zusätzliche Hilfe.

Die finanziellen Möglichkeiten, die der Bund bereitgestellt hat, sollen bedürftigen und benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugute kommen. Etwa, weil sie in Familien mit geringem Einkommen aufwachsen, oder sie Kinder ausländischer Eltern sind und noch nicht so gut Deutsch sprechen.
Bewilligungsanträge müssen die Eltern bei der Stadt stellen. Bezuschusst werden können zum Beispiel Klassenfahrten, Sport- und Musikangebote oder Schulmahlzeiten.

„Ein wichtiges Ziel ist es, die Stigmatisierung der Kinder zu vermeiden“, sagt Agnes Kuse, Leiterin der Marienschule in Seppenrade. Dort sollen die Gelder vorzugsweise für Pausenspiele, Sprach- und Fachförderung, Hausaufgabenbetreuung und die Unterstützung von Familien verwendet werden.

Um die Gelder an ihren Schulen bedarfsgerecht und gezielt einsetzen zu können, hat die Stadt Lüdinghausen Verträge mit zwei Trägern abgeschlossen. Für die Grundschulen (Ludgeri-, Ostwall- und Marien-) mit der Evangelischen Jugendhilfe, für die weiterführenden Schulen – Haupt- und Realschule sowie Antonius-Gymnasium – mit dem Kolpingbildungswerk. „Mit beiden haben wir schon früher zusammengearbeitet“, erklärt die städtische Beigeordnete Christine Karasch.

Die Fördermittel fließen vom Bund über das Land an die Kommunen. „Wir haben im Juli 2011 vom Landesministerium erfahren, dass wir die Förderung in Anspruch nehmen können, der Kreis hat dann die Förderungsfähigkeit bestätigt“, sagt Karin Möllers, Koordinatorin in der Stadtverwaltung.
Immerhin 64 000 Euro bewilligte der Kreis Coesfeld zunächst für dieses Jahr. Die Mittel hat die Stadt für den unterstützenden Einsatz von Fachpersonal jeweils zur Hälfte auf Grundschulen und weiterführende Schulen verteilt.

Die ersten Erfahrungen sind positiv. Zum Beispiel die von Diplom-Pädagogin Beate Thimm, an zwei Tagen an der Marienschule im Einsatz: „Die Lehrer fühlen sich entlastet und ich mich voll akzeptiert.“

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Beitrag von: Thomas Krämer
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