Samstag, 19. Mai 2012

Wiehernde LockenköpfeDonnerstag, 04. August 2011

Weitere Bilder Die Besonderheit der Curly Horses ist ihr gelocktes Fell. Die Hautschuppen der Tiere sind Allergikern zuträglich. Foto Tripp

OLFEN. Den typischen Pferdegeruch kennt jeder, doch wer Curly Horses streichelt, wird sich wundern, denn die Hände riechen anschließend nicht nach Pferd, sondern eher wollig und nach Schaf. Doch nicht nur das ungewöhnliche Geruchserlebnis zeichnet diese ursprüngliche Pferderasse aus.

Das Fell dieser Pferde ist gekräuselt und weist eine weitere Besonderheit auf, die Tierhaarallergiker aufatmen lässt. Richtig ausgedrückt: Tierhautschuppen-Allergiker, denn die Allergien werden nicht durch das Haarkleid, sondern durch die Hautschuppen der Tiere ausgelöst.
Doch die Curly Horses rufen bei den meisten Allergikern keine oder deutlich weniger starke Reaktionen hervor, somit bleiben zumeist Niesen, Husten, Hautausschlag oder die lebensbedrohlichen asthmatischen Anfälle aus. Diese andersartige Fellstruktur ist eine Anpassung an ihren ursprünglichen Lebensraum, die extrem kalten Regionen im US-amerikanischen Westen.

„Schon die Sioux schätzten diese außergewöhnlichen Pferde wegen ihres Mutes, ihrer Ausdauer und ihrer Zähigkeit“, weiß Franz Merhofe, der Besitzer der beiden ersten Curly Horses in Olfen. Aber dies war nicht der einzige Grund, warum der Pferdeliebhaber die zwei bunt gescheckten Stuten von der „Riverside-Curly-Horse-Ranch“ aus Kamp Lintfort kaufte.

Die Familie Riemann hat dort den größten Zuchtbetrieb für die besondere Pferderasse in Europa aufgebaut. Durch einen Fernsehbericht wurde Merhofe auf die allergikerfreundliche Rasse aufmerksam und da er selbst Allergiker ist, konnte er sich so einen Traum erfüllen.

„Ich freue mich sehr, dass Starlet und Surprise hier sind. Da sie einer geselligen Rasse angehören, lag die Entscheidung auf der Hand, sie mindestens zu zweit zu halten“, erklärt der Dattelner, der seine wiehernden Lockenköpfe in Olfen bei Freunden untergestellt hat.

Hier genießen die beiden einjährigen Stuten nun das frische Gras und haben noch einige Zeit, bevor ihre Ausbildung beginnt. Da diese Rasse sehr vielseitig ist, können die Curly Horses im Sport eingesetzt werden, ebenso wie fürs Dressurreiten oder Springen, als Kutschpferde und natürlich beim Westernreiten oder auch einfach nur als Freizeitpferde, da sie besonders trittsicher im Gelände sind. Aber eines steht so oder so fest: Die beiden Stuten sind eine Augenweide. ht
 
Nähere Informationen über Curly Horses gibt es im Internet:
www.riverside-curly-horses.de

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo
Beitrag von: Heidi Tripp
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?