SÜDKIRCHEN. Wo sie mit ihren Schippen längst nichts mehr erreichen, wirft ein Maulwurf seinen Hügel auf. Direkt auf dem hart gefrorenen Waldboden entdecken die Kinder des DRK-Kindergartens Waldwichtel aus Südkirchen während der jüngsten Frostperiode einen frisch aufgeworfenen Erdhügel. Die lockere und wahrlich krümelige Erde zeigt, dass der Höhlenbewohner wohl gerade noch am Buddeln war.
Aber wie dick ist das Eis auf den Wassergräben und Pfützen wirklich? Schon nach drei Tagen hatten die Kinder keine Chance mehr, es mit Stöcken, Steinen oder mit kräftigen Fußtritten zu brechen. Wassergräben am Feldtrand und riesige gefrorene Pfützen bieten ausreichenden und vor allem sicheren Erfahrungsraum.
Wunderschöne Eiskristalle und künstlerisch anmutende Eisgebilde weckten die Neugier der Kinder und gaben ständig neue Impulse zum Beobachten und Forschen bei herrlichem Sonnenschein. Das regte die Kinder auch zum eigenen Gestalten an.
So entstanden neben herrlichem Eisschmuck auch interessante Eislichter, die noch während dieser „Eiszeit“ vor dem Waldwichtel-Kindergarten zu bewundern sind.
Doch wie geht es den Tieren in dieser kalten Zeit? Um den Vögeln bei der Futtersuche zu helfen, stellten die Kinder am Waldrand, in der Nähe ihres Bauwagens, Futterglocken her. Auf einem kleinen Feuerchen erwärmten sie das Pflanzenfett, mischten verschiedene Körner dazu und füllten es in Tontöpfchen, die sie in Büsche und Bäume hängten. Nun hoffen die Kinder, Meisen, Spatzen und Amseln beim Fressen beobachten zu können.
Was sich die Kinder jetzt noch wünschen, ist eine Menge Schnee. Aber der könnte in den nächsten Tagen ja auch noch vom Himmel auf die Erde fallen - oder wird es Regen?