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Anfang der Woche fuhren noch Schiffe durch das ";;;Eismeer";;; des Kanals. Foto Tripp
OLFEN. Dicke Eisschollen treiben auf dem Dortmund-Ems-Kanal (DEK), es kracht ordentlich, wenn die Schiffe sich mit ihrem Bug eine Fahrrinne durch das Eis brechen. Bis Mittwochabend war dieses nicht alltägliche Schauspiel auf der künstlichen Wasserstraße zu verfolgen.
Zu Wochenbeginn ließ die Eisstärke von drei bis fünf Zentimetern dies zu. Doch bei anhaltend starkem Frost drohte schon in dieser Woche die Sperrung der ersten Streckenabschnitte des DEK.
„Wir versuchen die Strecke so lange wie möglich frei zu halten, dies hängt aber zum einen von der Wetterlage und zum anderen von der Häufigkeit der Befahrung ab. Wenn viele Schiffe unterwegs sind, bleibt die Strecke länger frei“, erläutert Stephanie Schweitzer, Sachbereichsleiterin des Amtes drei des Schifffahrtsbüros in Rheine.
Zur Unterstützung der Schifffahrt waren zwei Hilfseisbrecher auf dem DEK unterwegs.
Die ehemaligen Schlepper sorgten in den Morgenstunden dafür, dass die Frachtschiffe ihre Liegeplätze verlassen können, und brachen ebenfalls das Eis für eine Fahrrinne. „Die Hilfseisbrecher sind flexibel im Einsatz auf dem DEK, wir reagieren auf die Hinweise der Schiffer. Die alten Schlepper brechen das Eis vor. Ab einer Eisstärke von zehn bis fünfzehn Zentimetern allerdings wird dies sehr schwierig und ab einer Eisstärke von 20 bis 30 Zentimetern müssen wir den Kanal sperren“, berichtete Schweitzer.
Die Arbeiten an der Kanalbrücke über die Lippe in Olfen sind derzeit witterungsbedingt eingestellt, ab Ende März soll es dort weitergehen. Momentan sorgt hier eine Eisfreihaltungsanlage für die Befahrbarkeit der Brücke. In 1,50 Meter Tiefe sorgen Propeller für die ständige Umwälzung des Wassers. Sie schaufeln das etwa vier Grad kalte Wasser nach oben, sodass sich kein Eis bilden kann. Dies ist ein Bauwerkschutz, der gleichzeitig auch für die Schiffssicherheit sorgt. Um die Absperrtore und Schleusen eisfrei zu halten, werden Luftsprudler eingesetzt.
Wie schnell der Frost stehende Gewässer fest im eiskalten Griff hat, wird an der alten Fahrt in Olfen deutlich. Sie ist mittlerweile zu einem Paradies für Schlittschuhläufer geworden. Einige Mutige haben die Festigkeit des Eises bereits getestet und sind auf ihren Schlittschuhen bis in den Hafen von Datteln gefahren.
Am Mittwochabend wurde der Dortmund-Ems-Kanal wegen des Eisgangs von der Wasser- und Schiffahrtsdirektion auf der gesamten Strecke von Papenburg im Norden bis Haltern im Süden für den Schiffsverkehr gesperrt.